Tempo 30 für mehr Sicherheit – 2. Fahrrad-Schiebe-Demo in der Lützowstraße

2. Fahrrad-Schibe-Demo am 22.9.2017 in Gohlis

Egal ob als Auto, Fahrrad- oder Straßenbahnfahrer/in, der Abschnitt der Lützowstraße zwischen Georg-Schumann-Straße und Kirchplatz als Verbindungsstrecke zwischen Gohlis Mitte und Gohlis Süd ist ein Graus! Rund 100 Gohliserinnen und Gohliser folgten daher dem Aufruf des Bürgerverein Gohlis e.V. und machten am Freitag, den 22.9.2017 bei der 2. Fahrrad-Schiebe-Demo auf die Problematik aufmerksam. Die gemeinsame Forderung: Einführung einer Tempo 30-Zone im kritischen Abschnitt und mehr gegenseitige Achtsamkeit.

2. Fahrrad-Schiebe-Demo am 22.9.2017 in Gohlis - Start und Ziel an der Friedenskirche
2. Fahrrad-Schiebe-Demo am 22.9.2017 in Gohlis – Start und Ziel an der Friedenskirche

Das Gohliser Nadelöhr: Lützwostraße

Der Frust aller Verkehrsteilnehmer ist – nicht verwunderlich – sehr groß: Auf einer schmalen Straße teilen sich alle Verkehrsteilnehmer mehr schlecht als recht die Fahrbahn und irgendwie jeder ist unzufrieden in seiner jeweiligen Situation. Für die Straßenbahn ist kein Durchkommen, wenn sich Autos von der Ampel an der Georg-Schumann-Straße zurückstauen, Autofahrer können den Sicherheitsabstand zu Radfahrern nicht ausreichend einhalten, geschweige denn bei Gegenverkehr überholen und Fahrradfahrer fahren notgedrungen zwischen den Schienen und schützen dadurch zwar sich selbst, aber behindern damit Autofahrer und Straßenbahn. Je nach Lichteinfall und individueller Lebenslage ist jeder einzelne Verkehrsteilnehmer auf dieser Strecke der Verlierer, mit Sicherheit aber im Zweifel  derjenige, der ohne Airbag unterwegs ist.

2. Fahrrad-Schiebe-Demo am 22.9.2017 in Gohlis
2. Fahrrad-Schiebe-Demo am 22.9.2017 in Gohlis entang der Lützowstraße

Die Gesamtsituation für alle gleichermaßen zufriedenstellend zu lösen erscheint schwierig, denn die Straße lässt sich nicht verbreitern, die Straßenbahngleise lassen sich nicht verlegen und auch die Autofahrer und Radfahrer müssen irgendwie die Georg-Schumann-Straße gen Norden kreuzen können.

Achtsamkeit und Vorsicht wäre ein Ansatz im Straßenverkehr

Der naheligenste Weg ist offensichtlich nicht der, der am einfachsten zu gehen ist: Achtsamkeit und Vorsicht und ein faires Miteinander im Straßenverkehr zwischen allen Verkehrsteilnehmern. Auch wenn es die Radfahrer selbstverständlich mit einbezieht, so ist ihr Handlungsspielraum – aus eigener Erfahrung berichtend – in diesem Abschnitt äußerst begrenzt. Solange es drängelndes Gebimmel einer Straßenbahn gibt, die einen Radfahrer, der keine Ausweichmöglichkeit hat, zur Eile antreibt und es Autofahrer gibt, die das Innenstadt-Limit ausreizen und zwischen Radfahrer und entgegenkommender Straßenbahn noch den Ampel-Endspurt schaffen wollen, wird es schwer mit dem gegenseitigen Verständnis.  Dabei ist es doch eigentlich gar nicht so schwer: Man müsste sich als Verkehrsteilnehmer einfach mal für einen kurzen Moment in die Situation des anderen versetzen, tief durchatmen und sich dann wieder entspannen. Egal ob als Radfahrer, Autofahrer oder Straßenbahner  😉

 

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