Leipziger Seniorenfilmtage – Medienworkshops und Filme für Ältere und für jedes Alter

Vom 27. bis 29. Oktober 2017 finden die Leipziger Seniorenfilmtage im Soziokulturellen Zentrum Budde-Haus in Leipzig-Gohlis statt. Geboten werden an den drei Tagen nicht nur Filme für Ältere und für jedes Alter, es findet auch der erste Teil des Medienworkshops Mein Gohlis – wie ein Fotofilm entsteht und bereits eine Woche vorher ein Vortrag für Seniorinnen und Senioren. Hier gibt es das ganze Programm auf einem Blick.

Vortrag: Urlaubs- und Reisevideos interessant gestalten

Heutige Smartphones und Kameras machen das Filmen für jeden einfach und nutzbar. Doch wie entsteht ein interessantes Reisevideo? Was sollte man bedenken, wenn man eine Familienfeier oder den Urlaub aufnehmen möchte? Der dreistündige Vortrag bietet insbesondere Älteren erste Einblicke in das Thema. Es wird erläutert welche Computerprogramm geeignet sind, wie Filme geschnitten werden, was bei der Dramaturgie
zu beachten ist, damit der Film eine „runde Sache“ wird.
Wann: Freitag, 20. Oktober 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr
Vortrag: Angela Altendorf (Kultur- und Medienpädagogin)

Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0341/90960037 oder kontakt@budde-haus.de. Maximal  15 Teilnehmer*innen. Teilnahmegebühr: 4,90 Euro

Workshop: Mein Gohlis – Wie ein Fotofilm entsteht

Seniorinnen und Senioren „drehen“ einen Fotofilm über ihren Stadtteils Gohlis. In drei aufeinander aufbauenden Workshops geht es von der Ideenfindung über das Fotografieren bis hin zur Erarbeitung auf dem Computer.
Voraussetzungen für eine Teilnahme: Vorhandensein eines Computers zu Hause, Digitalkamera oder Smartphone ist von den Teilnehmer*innen mitzubringen.
Workshop-Leitung: Dorothee Liebscher/Dörte Bischoff (Kultur- und Medienpädagoginnen)
Wann:
Workshop 1: Freitag, 27. Oktober 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr
Workshop 2: Freitag, 3. November 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr
Workshop 3: Freitag, 10. November 2017, 14.00 bis 17.00 Uhr

Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0341/90960037 oder kontakt@budde-haus.de. Maximal  10 Teilnehmer*innen. Teilnahmegebühr:  17,90 Euro (für alle drei Workshops)

Filmvorführungen: Trockenschwimmen / Ein Haufen Liebe / Bowlingtreff

Freitag, 27. Oktober 2017, 19.00 Uhr: Trockenschwimmen
Dokumentarfilm, Deutschland 2016, 77 min, Buch/Regie: Susanne Kim
anschließend Gespräch mit der Filmemacherin, Eintritt: 4,90 Euro

Trockenschwimmen, Dokumentarfilm / Quelle: Kasten/Weber
Trockenschwimmen, Dokumentarfilm / Quelle: Kasten/Weber

Zum Film: Eine Gruppe Senioren schlägt hohe Wellen. Denn trotz ihres fortgeschrittenen Alters möchten sie in einer Leipziger Schwimmhalle endlich schwimmen lernen. Gemeinsam gehen sie die vor ihnen liegende Aufgabe mit Unsicherheit aber auch Freude und Humor an und beweisen, dass es nie zu spät ist, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen.

Samstag, 28. Oktober 2017, 17.00 Uhr: Ein Haufen Liebe
Dokumentarfilm, Deutschland 2016, 91 min, Buch/Regie: Alina Cyranek
anschließend Gespräch mit der Filmemacherin, Eintritt: 4,90 Euro

Ein Haufen Liebe, Dokumentafilm / Quelle: Kasten/Weber
Ein Haufen Liebe, Dokumentafilm / Quelle: Kasten/Weber

Zum Film: Das Herzstück des Films sind außergewöhnliche Gespräche einer Generation über die Liebe, die selten zu Wort kommt und bald nicht mehr sprechen kann. Die vier Frauen sind zwischen 71 und 90 Jahre alt, zählen aber noch längst nicht zum alten Eisen. Ruth, im Film 83 Jahre alt, sagt: „Irgendetwas in uns bleibt immer jung und unberührbar von den Schrecknissen der Welt.“ Doch was ist, wenn Liebes- und Lebensentwürfe kein Märchen
geworden sind und am Ende eines langen Lebens nur die Hoffnung nach dieser Liebe bleibt? „Auch alte Haut braucht Zärtlichkeit“, bekennt die 90-jährige Anneliese.

Sonntag, 29. Oktober 2017, 15.30 Uhr: Bowlingtreff
Dokumentarfilm, Deutschland 2015 , 60 min, Buch/Regie: Adrian Dorschner, Thomas Beyer
anschließend Gespräch mit den Filmemachern, Eintritt: 4,90 Euro

Bowlingtreff, Dokumentarfilm / Foto: Kasten/Weber
Bowlingtreff, Dokumentarfilm / Foto: Kasten/Weber

Zum Film: Leipzig Ende der 1980er Jahre. Die Altbauten der Innenstadt verfallen, die Plattenbausiedlungen am Stadtrand wachsen nicht schnell genug, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. In dieser Zeit wird 1987 überraschend in Leipzig ein Bowling-Center eröffnet: Der „Bowlingtreff“. Keine der üblichen tristen Kegelbahnen, sondern ein außergewöhnliches Zeichen postmoderner Architektur, einmalig in der DDR.
Der Film portraitiert kenntnisreich und liebevoll das Haus und seine besondere Entstehungsgeschichte. Bisher unveröffentlichtes Film- und Fotomaterial, ungewöhnliche Projektionen und exklusive Interviews machen das Lebensgefühl in Leipzig vor der Wende 1989 spürbar.

Hier gibt es den Veranstaltungsflyer der Leipziger Seniorenfilmtage zum Download als PDF.

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